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Sprechen B1: Teil 1 bis 3 mit Beispielen

Aktualisiert am 3. November 2026

Die mündliche Prüfung ist im DTZ und bei telc Deutsch B1 eine Paarprüfung: Sie sprechen zusammen mit einer anderen Person vor zwei Prüfenden. Im DTZ ist das Sprechen besonders wichtig, denn ohne B1 im Sprechen gibt es kein Gesamtergebnis B1. Auf dieser Seite sehen Sie, wie die drei Teile ablaufen, mit Beispielen, Redemitteln und 12 Übungsaufgaben.

Die Beispiele sind originale Übungen im Prüfungsstil, kein offizielles Material von telc, dem Goethe-Institut oder dem BAMF.

DTZ und telc im Vergleich

DTZ telc Deutsch B1
Vorbereitung keine 20 Minuten, Notizen erlaubt
Dauer etwa 16 Minuten etwa 15 Minuten
Teil 1 Sich vorstellen Einander kennenlernen
Teil 2 Über Erfahrungen sprechen (mit Foto) Über ein Thema sprechen (mit Meinungen)
Teil 3 Gemeinsam etwas planen Gemeinsam etwas planen

Bei telc bewerten die Prüfenden in jedem Teil Ausdrucksfähigkeit, Aufgabenbewältigung, Formale Richtigkeit sowie Aussprache und Intonation. Im DTZ zählen die Lösung der Aufgaben und die Sprache (Aussprache, Flüssigkeit, Korrektheit, Wortschatz) je zur Hälfte.

Teil 1: Sich vorstellen

Im DTZ liegt ein Blatt mit Stichworten auf dem Tisch: Name, Geburtsort, Wohnort, Arbeit/Beruf, Familie, Sprachen. Sie sprechen etwa eine Minute über sich. Danach stellt die Prüferin oder der Prüfer ein bis zwei Fragen.

Bei telc stellen Sie sich gegenseitig vor und fragen Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner nach Herkunft, Familie, Beruf, Hobbys oder Sprachen.

Beispiel (DTZ):

Mein Name ist Ahmad Rahimi. Ich komme aus Afghanistan, aus Herat, und lebe seit drei Jahren in Leipzig. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Meine Tochter geht in die Grundschule, und mein Sohn ist im Kindergarten. In Afghanistan habe ich als Elektriker gearbeitet. Jetzt mache ich ein Praktikum in einer Firma für Solaranlagen. Ich spreche Dari, ein bisschen Englisch und natürlich Deutsch. In meiner Freizeit spiele ich gern Fußball mit meinen Kindern.

Prüferin: Sie haben gesagt, Sie machen ein Praktikum. Was gefällt Ihnen an der Arbeit?

Teilnehmer: Mir gefällt, dass ich viel lerne. Meine Kollegen sind sehr nett und erklären mir alles. Ich möchte nach dem Praktikum gern eine Ausbildung machen.

Tipp: Sprechen Sie in ganzen Sätzen und sagen Sie mehr als nötig. „Ich habe zwei Kinder“ ist A1. „Ich habe zwei Kinder; meine Tochter geht in die Grundschule“ zeigt mehr.

Teil 2: Über Erfahrungen oder ein Thema sprechen

Im DTZ bekommen beide ein Foto zum selben Thema, zum Beispiel „Einkaufen“: Ein Foto zeigt einen Wochenmarkt, das andere einen Supermarkt. Sie beschreiben Ihr Foto, erzählen von eigenen Erfahrungen und vergleichen mit Ihrem Herkunftsland. Danach stellt die Prüferin oder der Prüfer Fragen.

Bei telc hat jede Person ein Blatt mit Meinungen zu einem Thema, zum Beispiel „Sollen Kinder ein eigenes Handy haben?“. Sie berichten, was auf Ihrem Blatt steht, sprechen über eigene Erfahrungen und sagen Ihre Meinung.

Beispiel (DTZ, Foto: Wochenmarkt):

Auf meinem Foto sieht man einen Markt. Es gibt viele Stände mit Obst und Gemüse, und vorne kauft eine Frau Tomaten. Ich glaube, das Foto wurde am Vormittag gemacht, weil viele Leute dort sind.

Ich gehe auch gern auf den Markt, meistens am Samstag. Das Gemüse ist frisch, und man kann mit den Verkäufern sprechen. Aber es ist oft teurer als im Supermarkt.

In meinem Heimatland, in Syrien, kaufen fast alle Leute auf dem Markt ein. Dort handelt man auch über den Preis. In Deutschland macht man das auf dem Markt normalerweise nicht.

Teil 3: Gemeinsam etwas planen

In beiden Prüfungen planen Sie zusammen etwas, zum Beispiel ein Fest, einen Ausflug oder ein Geschenk für eine Kollegin. Auf dem Blatt stehen einige Fragen als Hilfe. Das Gespräch dauert etwa sechs Minuten. Wichtig ist, dass Sie miteinander sprechen: Vorschläge machen, auf Vorschläge reagieren, zustimmen oder höflich ablehnen und am Ende eine Lösung finden.

Aufgabe: Ihre Kursleiterin hat bald Geburtstag. Planen Sie zusammen eine kleine Überraschung im Kurs.

A: Unsere Kursleiterin hat ja nächste Woche Geburtstag. Wollen wir etwas organisieren?

B: Ja, gute Idee. Wann sollen wir feiern? Vielleicht am Freitag in der Pause?

A: Am Freitag ist gut, aber die Pause ist nur 15 Minuten. Wie wäre es, wenn wir nach dem Unterricht feiern?

B: Das finde ich besser. Und was schenken wir ihr?

A: Ich schlage vor, dass wir Blumen und ein Buch kaufen. Sie liest doch gern.

B: Blumen finde ich schön. Ein Buch ist schwierig, wir wissen nicht, was sie schon hat. Vielleicht lieber einen Gutschein für eine Buchhandlung?

A: Ja, das ist eine gute Idee. Und wer bezahlt?

B: Wir sammeln von allen Teilnehmenden Geld, zum Beispiel fünf Euro pro Person. Ich kann das übernehmen.

A: Super. Dann kaufe ich die Blumen und backe einen Kuchen. Bringst du Getränke mit?

B: Ja, mache ich. Also: Freitag nach dem Unterricht, Blumen, Gutschein, Kuchen und Getränke. Ich glaube, wir haben alles.

Warum das Gespräch gut ist: Beide machen Vorschläge, reagieren aufeinander, lehnen einmal höflich ab und begründen das. Am Ende fasst B die Planung zusammen.

Nützliche Redemittel

  • Vorschläge machen: Ich schlage vor, dass… / Wie wäre es, wenn…? / Wir könnten…
  • Zustimmen: Das ist eine gute Idee. / Da bin ich einverstanden. / Das finde ich auch.
  • Ablehnen: Das finde ich nicht so gut, weil… / Ich habe eine andere Idee: …
  • Meinung sagen: Ich finde, dass… / Meiner Meinung nach… / Ich bin der Meinung, dass…
  • Nachfragen: Was meinst du? / Wie siehst du das? / Habe ich das richtig verstanden: …?
  • Zusammenfassen: Also, wir machen Folgendes: … / Dann ist alles klar.

Die Aufgaben

  1. Wie viel Vorbereitungszeit haben Sie im DTZ vor der mündlichen Prüfung?
  2. Was müssen Sie im DTZ erreichen, damit das Gesamtergebnis B1 möglich ist?
  3. Worüber sprechen Sie im DTZ in Teil 2?
  4. Welcher Satz ist ein Vorschlag?
  5. Ihr Gesprächspartner schlägt etwas vor, das Ihnen nicht gefällt. Was sagen Sie?
  6. Wie lange dauert Teil 3 (Gemeinsam etwas planen) ungefähr?
  7. Welche Antwort in Teil 1 zeigt am besten B1-Niveau?
  8. Was ist in Teil 3 besonders wichtig?
  9. Was dürfen Sie bei telc in der Vorbereitungszeit machen?
  10. Welcher Satz verwendet „weil“ richtig?
  11. Sie verstehen eine Frage der Prüferin nicht. Was machen Sie?
  12. Wie beenden Sie Teil 3 am besten?

Weiterlesen

Mehr zum Aufbau unter DTZ: Aufbau und Bewertung und telc Deutsch B1. Tipps für den Prüfungstag finden Sie unter Tipps zur B1-Prüfung.

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